Les Républicains (LR), Die Republikaner:

Die Partei ging Ende 2002 aus mehreren Parteien des Mitte-Rechts-Spektrums hervor. Sie vertritt einen pluralistisch, demokratisch und dezentral ausgerichteten Kurs und steht in der Tradition des Gaullismus. Die Partei, die in ihrem Programm der deutschen CDU entspricht, hieß ursprünglich «Union pour un Mouvement populaire» (UMP), Union für eine Volksbewegung. Ihre Namensänderung erfolgte im Mai 2015 als Neustart unter dem damaligen Parteivorsitzenden und Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy. Der 62-Jährige wollte damit die alten Affären und Streitereien der UMP hinter sich lassen und die Partei für die Präsidentschaftswahlen auf den Weg bringen. 

Die LR sollte eine Wahlkampf-Maschinerie werden, mit der Sarkozy hoffte, ins Rennen um die Präsidentschaftswahlen zu kommen. Doch bei den Vorwahlen siegte zur großen Überraschung François Fillon, dessen Job-Affäre um seine Frau Penelope die Partei einen Wahlkampf verlieren ließ, der als unverlierbar galt. Der neue Parteichef ist der 51-jährige Senator François Baroin. Er strebt eine Parlamentsmehrheit an und will Macron eine Cohabitation aufzwingen. Kampfesfreudig kündigte er an: «Emmanuel Macron hat die Schlacht der Ambiguität gewonnen, wir werden die Schlacht der Klarheit gewinnen.»  Seit der Gründung der Partei im Jahr 2002 stellte sie mit Jacques Chirac im Jahr 2002 und Nicolas Sarkozy 2007 Frankreichs Staatspräsidenten.

Parteivorsitzender ist Bernard Accoyer.

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