Le Parti Socialiste (PS), die Sozialistische Partei:

Die Partei wurde im Mai 1969 gegründet und ist aus der «SFIO» (Französische Sektion der Arbeiter-Internationale) und der «Parti Radical Socialiste» hervorgegangen. Sie verfolgt eine demokratisch-sozialistische bzw. sozialdemokratische Linie. Sie stellte die Präsidenten François Mitterrand und François Hollande sowie mehrere Regierungschefs. Die Schwesterpartei der deutschen SPD gehört der Sozialdemokratischen Partei Europas, der Progressiven Allianz sowie der Sozialistischen Internationale an. Parteivorsitzender der PS ist Jean-Christophe Cambadélis.

Die PS besteht aus vier Hauptströmungen, die linkspragmatisch bis linkssozialdemokratisch und orthodox-marxistisch ausgerichtet sind. Seit der Wahl Mitterrands im Jahr 1981 war die PS tonangebend im politischen Leben Frankreichs. Mit François Hollande schied im Mai 2017 Frankreichs unbeliebtester Präsident aus dem höchsten Staatsamts Frankreichs aus. Benoît Hamon, der Ende 2016 in einer Vorwahl als Favorit in das Rennen um den Elysée-Palast ging, musste mit 6,36 eine derbe Niederlage einstecken. Vor allem Parteimitglieder des rechten Flügels der Partei haben ihm den Rücken gekehrt und Macron unterstützt. Hamon war unter Hollande Minister für Bildung, Hochschulen und Forschung. Er gehörte zu den «Frondeurs» der PS, den Rebellen, die sich gegen Hollandes arbeitgeberfreundliche Arbeitsmarktreform auflehnten. Nach der Wahlniederlage will der 49-Jährige seine eigene Partei gründen. Die PS, einst eine der größten Parteien Frankreichs, steht vor dem Aus. Die Sozialistische Partei sei tot, meinte der frühere Premier Manuel Valls. Der Sozialist will für die Bewegung Macrons kandidieren. 

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