« Macron darf jetzt keine Fehler machen. »

Foto hbs

Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen lautet das Duell um den Élysée Palast. Macron gilt als Favorit, doch genau das könnte ihn den Sieg kosten, sagt Jens Althoff gegenüber dem Tagesspiegel im Interview.

Hier ein Auschnitt:

Kann Marine dieses Mal schaffen, was ihrem Vater 2002 nicht gelang?
« Alle Prognosen deuten bislang darauf hin, dass Macron die Stichwahl gewinnt. Aber wenn es nur noch zwei  Alternativen gibt, ist alles möglich. Das haben wir beim Brexit und in Amerika gesehen. Es kann auch noch sehr viel passieren: Weitere Terrorattacken würden Le Pen in die Hände spielen. Zudem werden wir jetzt einen sehr scharfen Wahlkampf erleben, wo ein mit allen Wassern gewaschenes Schlachtross des politischen Betriebs gegen einen Politikneuling steht. Macron ist ein Idealgegner für Le Pen. Er verkörpert das Feindbild des Front National: Weltoffenheit, Europa, liberale Werte, wirtschaftlicher Liberalismus. Le Pen wird versuchen, ihn als typischen Vertreter der Pariser Eliten zu diffamieren. Macron darf jetzt keine Fehler machen. Sein Verhalten am Sonntagabend war da kein guter Anfang: Mit großer Eskorte, schon fast wie ein Präsident, fuhr er in ein feines Pariser Restaurant, um dort im kleinen Zirkel den Sieg zu feiern, statt sich sofort mit Ernst und Entschlossenheit daran zu machen, Le Pen zu schlagen. Ich sehe noch eine weitere Gefahr: der Montag nach der Wahl ist ein Feiertag, weshalb viele Franzosen das lange Wochenende zum Verreisen nutzen werden. Wenn Macron in den Umfragen jetzt schon als sicherer Sieger gehandelt wird ,könnten viele meine, sie könnten wegfahren statt wählen gehen. Noch hat er aber nicht gewonnen. »

Das vollständige Interview können Sie hier lesen.

 

 

 

 

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